Gebrauchshundesport (GHS) / Vielseitigkeitssport (IPO)

Vielseitigkeitsssport für Gebrauchshunde (GHS)

Training: Sonntags ab 13:00 Uhr und nach Absprache

Die Vielseitigkeitsprüfung, der Gebrauchshundesport – kurz GHS – ist eine umfangreiche Sportart für den Hund. Wenn man so will, ein „Dreikampf“.

Voraussetzung für den GH-Sport ist die bestandene Begleithundprüfung.

Abteilung „A“ (Fährtenarbeit)

Bei der Fährtenarbeit muss der Hund in einem Gelände (z.B. Acker oder Wiese) durch den Einsatz seines Geruchssinnes Gegenstände auf einem gelegten Fährtenverlauf finden und den erfolgreichen Fund seinem Hundeführer durch ein entsprechendes Verhalten anzeigen. Die Anzahl der Gegenstände und die Länge der abzusuchenden Fährten richten sich nach den entsprechenden Prüfungsstufen (IPO I-III).

IPO I:   Eigenfährte. Mindestens 300 Schritt, 3 Schenkel, 2 Winkel, 2 dem Hundeführer gehörende Gegenstände und mindestens 20 Minuten alt.

IPO II:  Fremdfährte. Mindestens 400 Schritt, 3 Schenkel, 2 Winkel, 2 fremde Gegenstände und mindestens 30 Minuten alt.

IPO III: Fremdfährte. Mindestens 600 Schritt, 5 Schenkel, 3 Winkel, 3 fremde Gegenstände und mindestens 60 Minuten alt.

Abteilung „B“ (Unterordnung)

Die Unterordnung im IPO-Bereich ist die Erweiterung der Ausbildung zum Begleithund und wird von der IPO-Stufe I bis zur IPO-Stufe III immer anspruchsvoller. Neben der Freifolge mit 2 Schussabgaben, der Sitz-, Platz- und Stehübung und dem Abrufen runden das Bringen eines Apportierholzes auf ebener Ede, über die 1 Meter-Hürde und über die Schrägwand sowie das Voraussenden mit Platz die Übungen in der Abteilung B ab. Der Hund muss dann noch die gesamte Laufzeit eines zweiten Hundes ruhig in der Ablage (Platz) verbleiben.

Abteilung „C“ (Schutzdienst)

Der Hund lernt in hohen Trieblagen auf die Hörzeichen seines Hundeführers zu reagieren. Die einzelnen Übungen im IPO-Schutzdienst bestehen u.a. aus dem „Revieren“, d.h. der Suche nach einem Helfer in den auf dem Platz aufgestellten 6 Verstecken. Hat der Hund den Helfer im Versteck gefunden, soll er ihn „Stellen und Verbellen“. Das bedeutet, dass der Hund vor dem Helfer steht oder sitzt und das Auffinden seinem Hundeführer durch anhaltendes Stellen und Bellen anzeigt.

Der Hund wird dann mit dem Hörzeichen „Hier, Fuß“ vom Helfer abgerufen. Die nächste Übung ist dann das „Verhindern einer Flucht“ des Helfers. Nach dem Ablassen auf Hörzeichen erfolgt der Rückentransport, hier geht der Helfer 5 Schritte vor dem Hundeführer/Hund und dann erfolgt daraus ein Überfall. Der Hund muss den Angriff vereiteln und auf Hörzeichen sicher ablassen.

Dann muss noch ein Seitentransport gezeigt werden, wo Helfer, Hund und Hundeführer nebeneinander gehen.Zuletzt kommt noch der Lange Gang „Angriff auf den Hund aus der Bewegung“ mit Ablassen auf großer Distanz und anschließendem Seitentransport.

Vielseitigkeitssport ist ein Sport und dient nicht dazu, den Hund „scharf“ zu machen. Auch ist die Ausbildung von Diensthunden der Bundeswehr, der Polizei oder des BGS nicht mit dem Vielseitigkeitssport zu vergleichen.